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OLDTIMER-NEWS:

60 Jahre und kein bisschen weise

Nur 1,12 Meter hoch

Vor 60 Jahren rollte auf dem Pariser Autosalon die A110 Berlinette „Tour de France“, so der vollständige Name des Newcomers, auf dem Pariser „Salon de l’Automobile“ ins Rampenlicht. 1962 hatte der Name Alpine bei Motorsportfans bereits einen exzellenten Klang. Besonders bei Rallyes und Langstreckenrennen machen die Fahrzeuge der 1955 gegründeten Sportwagenmanufaktur immer wieder auf sich aufmerksam.

Mit nur 1,12 Meter Höhe, der aerodynamisch geformten Frontpartie, Scheinwerfern hinter Plexiglasabdeckungen, der flachen Windschutzscheibe, den niedrigen Seitenfenstern und der sanft abgesenkten Heckpartie scheint auch die A110 direkt von der Rennstrecke zu kommen. Dabei verbirgt sich unter dem Kunststoffkleid des gerade einmal 3,58 Meter langen Zweisitzers viel Großserientechnik.

Die Motoren stammen aus dem Renault 8, später auch aus dem Renault 16, und werden von den Alpine Haustunern Amédée Gordini und Marc Mignotet je nach Einsatzzweck einem gründlichen Sportprogramm unterzogen. Ergebnis ist eine Leistungsspanne von 35 kW/47 PS bis 101 kW/138 PS, in den Rallye-Varianten sogar bis zu 147 kW/200 PS. Um optimale Traktion zu gewährleisten, sind die Motoren im Heck eingebaut.

Nur 575 Kilogramm schwer

Die Kunststoffkarosserie sorgt für das exzellente Kampfgewicht der A110. Gerade einmal 575 Kilogramm weist Alpine für die Ur-Version von 1962 aus. In späteren Ausführungen legt die A110 auf bis zu 730 Kilogramm zu, aber auch damit zählt sie zu den leichtesten Seriensportlern ihrer Zeit.

Leichtbau total gilt ebenso für das Chassis: Ein längs liegendes Zentralrohr mit den Aufnahmen für die Vorder- und die Hinterachse sowie ein Hilfsrahmen aus Rechteckrohren für Motor, Getriebe und Differenzial, und fertig ist die Grundkonstruktion. Außerdem verzichtet Alpine auf jeglichen gewichtstreibenden Komfort.

Zusammen mit der hochpräzisen Lenkung ist damit die Basis für eine erfolgreiche Rennkarriere gelegt. Krönung ist der Gewinn der internationalen Markenmeisterschaft 1971 und der ersten Rallye-Weltmeisterschaft 1973. In beiden Jahren gelingt den Alpine Piloten obendrein ein spektakulärer Dreifachsieg bei der Rallye Monte Carlo. (aum/fotos:renault)

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